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KI-Governance und Compliance

Die EU verbietet Praktiken nach Risikostufe, China arbeitet über Registrierung und Sicherheitsprüfung, die USA über Executive Orders und das NIST-Framework — dasselbe Produkt steht vor ganz unterschiedlichen Schranken.

Compliance ist kein Dokument, sondern eine Liste von Handlungen, die sich mit jedem Markt ändert — und je früher man sie in die Sprache der Technik übersetzt, desto weniger Nacharbeit entsteht. Der EU AI Act teilt Systeme in vier Risikostufen: unannehmbar, hoch, begrenzt und minimal. Social Scoring und biometrische Fernidentifikation in Echtzeit im öffentlichen Raum sind untersagt; für Personalauswahl, Bildung und Strafverfolgung gelten Transparenz, menschliche Aufsicht und Protokollpflichten; für General-Purpose-Modelle kommen Pflichten zu Trainingsdaten-Zusammenfassungen und Evaluationsberichten hinzu. China geht anders vor: Die Interim-Regeln für generative KI-Dienste verlangen Algorithmus-Registrierung, Sicherheitsbewertung, Inhaltsfilterung und Kennzeichnung generierter Inhalte, während der AI Safety Governance Framework Risiken in abhakenbare Punkte übersetzt. Die USA haben kein einheitliches Bundesgesetz — die Vorgaben kommen aus Executive Orders, dem AI RMF des NIST und Branchenstandards. Am wirksamsten ist eine marktbezogene Liste dessen, was Spuren hinterlassen muss: Datenherkunft, Evaluationsprotokolle, die Stelle der Kennzeichnung und die Schritte mit menschlicher Prüfung.