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Googles Guided Learning kommt ins Klassenzimmer: erst nachdenken, K-12-Konten standardmäßig aus

Googles Guided Learning kommt ins Klassenzimmer: erst nachdenken, K-12-Konten standardmäßig aus

KI-Informationen • Admin • • 17 Aufrufe

Google hat am 3. November in seinem offiziellen Blog angekündigt, Guided Learning in die Google-Suche und in Google Classroom zu bringen und gleichzeitig die Standardeinstellungen für Schulen zu ändern: Guided Learning in Classroom ist ab sofort weltweit verfügbar, die Version für die Suche startet Ende des Monats zunächst als Pilotprojekt an ausgewählten Schulen in den USA, während vier Produkte – Gemini, Gemini Notebook, Gemini in Classroom und die Google-Suche – für K-12-Schülerkonten standardmäßig vollständig deaktiviert sind, bis Schuladministratoren sie ausdrücklich aktivieren. Google will, dass die KI Schülerinnen und Schüler erst zum Nachdenken anregt, bevor sie Antworten liefert, und die Entscheidung über die Aktivierung liegt bei den Schulen.

Im Klassenzimmer stellt es zuerst Fragen, statt Antworten zu geben

Guided Learning begann als Lernmodus in Gemini. Google beschreibt ihn im Blog als „produktives Ringen“: Schülerinnen und Schüler sollen dauerhaft gefordert werden, ohne überfordert zu werden. Offene Fragen und schrittweise Aufschlüsselungen führen sie durch den Lösungsprozess, ohne das Nachdenken zu überspringen und direkt zum Ergebnis zu gelangen. Google verweist auf Forschungsergebnisse, wonach dieser Ansatz messbare Lernzuwächse bringe, doch der Blogtext selbst nennt keine Zahlen, die sich unabhängig prüfen ließen.

In Classroom wird Guided Learning zu einer von Lehrkräften zugewiesenen Aktivität: Beginnt ein Schüler oder eine Schülerin eine solche Aktivität, wirkt es wie ein individuelles Lernwerkzeug, das eng am Unterrichtsmaterial bleibt, hilft, bei der Sache zu bleiben, und gibt Lehrkräften Rückmeldungen in Echtzeit, wo die Klasse Unterstützung braucht. Die Version für die Suche richtet sich an ein anderes Szenario: Wenn die Systeme erkennen, dass ein Schüler oder eine Schülerin eine bestimmte Art von Hausaufgabenhilfe sucht, führt die Suche Schritt für Schritt durch das Thema. Google nennt als Beispiele, dass ein Schüler ein komplexes Physikproblem einfügt oder die Suche um Hilfe bei einem Buchbericht bittet – dann erscheinen Denkanstöße statt einer direkten Antwort.

Wenn eine Schule KI nicht aktiviert, wo bleiben die Schülerkonten stehen?

Die weitreichendste Änderung betrifft die Standardeinstellungen. Google schreibt im Blog, dass nach Rückmeldungen von Schulen und anderen Beteiligten der Zugriff auf Gemini, Gemini Notebook, Gemini in Classroom und die Google-Suche für K-12-Schülerkonten vollständig deaktiviert wird, bis Schuladministratoren ihn ausdrücklich aktivieren. Google kündigt zugleich an, in den kommenden Monaten weitere Details mit den Schulen zu teilen, damit sie Zeit zur Vorbereitung haben. Das heißt: Guided Learning in Classroom ist bereits verfügbar, der Pilot für die Suche folgt erst noch, und für die neue Standarddeaktivierung gibt es noch kein genaues Datum – die drei Zeitpunkte dürfen nicht vermischt werden.

Für Schulen stellt sich eine klare Entscheidung: Aktivieren sie die Funktionen, erhalten die Schüler ein angeleitetes Lernwerkzeug und die Suche; aktivieren sie sie nicht, bleiben die Schülerkonten deaktiviert, und Administratoren müssen aktiv werden, um sie wiederherzustellen. Google beschreibt dies als Übergabe der Kontrolle an die Schulen; in der Praxis hängt die Wirkung davon ab, ob die Administratoren die Einrichtung rechtzeitig vornehmen. Die nächsten konkreten Fragen sind, ob die Rückmeldungen der Lehrkräfte an den US-Pilotschulen das Tempo der Suche-Version verändern und ob die von Google angekündigten Details den Schulen eine Zwischenlösung lassen, bei der sie die Suche ohne KI-Funktionen nutzen können.

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