In einem offiziellen Blogbeitrag vom 30. Oktober 2026 stellte Figma Figma Weave vor, eine neue Plattform für Kreativteams mit laufendem Produktionsbedarf. Sie verwandelt den Prozess des Erzeugens und Bearbeitens von Bildern und Videos in Knoten, die auf einer Arbeitsfläche miteinander verbunden sind: Jeder Knoten übernimmt einen Schritt, die verbundenen Knoten bilden einen vollständigen Workflow, und wer einen früheren Knoten ändert, aktualisiert damit auch die nachfolgenden Ergebnisse. Figmas These lautet, dass der Wert kreativer Arbeit nicht nur im fertigen Ergebnis liegt, sondern auch im Prozess, der dorthin geführt hat. Wenn sich der Prozess wiederverwenden lässt, muss ein Team nicht jedes Mal bei null anfangen.
Verzweigungen, Vergleiche und Bearbeitungsknoten
Die Weave-Arbeitsfläche unterstützt Verzweigungen: Dasselbe Ausgangsbild kann sich in verschiedene Richtungen aufspalten, die jeweils einen anderen Prompt oder eine andere Bearbeitung ausprobieren, während die Originalversion stets erhalten bleibt. Derselbe Prompt kann auch durch verschiedene Modelle laufen und Seite an Seite verglichen werden, um zu sehen, welches Ergebnis der Absicht am nächsten kommt. Der Blog nennt zudem eine Reihe von Bearbeitungsknoten: Farbkorrektur, Compositor, Tonwertkorrektur, Zuschnitt, Videokürzung und Painter, mit dem sich direkt auf ein Bild malen lässt. Figmas eigener Rat ist praktisch: Zwischenergebnisse prüfen, bevor es weitergeht, damit ein früher Fehler nicht stromabwärts verstärkt wird; Prompts konkret formulieren und klar angeben, welche Teile bei einer Bearbeitung unverändert bleiben sollen.
Ein Workflow lässt sich als Werkzeug verpacken
Der wichtigste Schritt in Weave ist die Wiederverwendung. Ein Team kann einen funktionierenden Workflow als Weave-Werkzeug verpacken, sodass andere Mitglieder weder die Knoten anfassen noch Prompts von Grund auf schreiben müssen: Material hochladen, auf „Generieren“ klicken, Ergebnis erhalten. Von anderen gebaute Werkzeuge sind bereits in der Figma-Community verfügbar und können direkt ausprobiert werden. Der Figma-Knoten verbindet einen Rahmen aus Figma Design mit einem Workflow; ändert sich der ursprüngliche Rahmen, aktualisiert sich der entsprechende Knoten in Weave mit. Für Designteams ist an Weave nicht bemerkenswert, dass es einen weiteren Zugang zur Generierung gibt, sondern dass es „Prompt, Generieren, Überarbeiten“ in einen Prozess verwandelt, der sich bewahren und überprüfen lässt. Wie viel Zeit das spart, hängt allerdings davon ab, ob ein Team seine Abläufe wirklich festlegen will, statt dass jede Person ihre eigenen Prompts schreibt.