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Malaysia beschlagnahmt KI-Chips für 12,1 Millionen Dollar nach falscher Deklaration von 30 Servern

Malaysia beschlagnahmt KI-Chips für 12,1 Millionen Dollar nach falscher Deklaration von 30 Servern

KI-Informationen • Admin • • 10 Aufrufe

Der malaysische Zoll hat am 28. Oktober 2026 mitgeteilt, dass er in diesem Monat moderne KI-Chips im Wert von rund 49,5 Millionen Ringgit (etwa 12,1 Millionen US-Dollar) beschlagnahmt hat. Die 30 Server wurden am 15. Oktober bei einer Kontrolle in einem Lager in der Freihandelszone des Flughafens Kuala Lumpur gefunden; deklariert waren sie als gewöhnliche Elektronikbauteile.

Die Zolldirektorin des Flughafens Kuala Lumpur, Aspalila Ag Tuah, sagte Journalisten, die Sendung sei aus einem asiatischen Land eingetroffen und für die Wiederausfuhr in ein anderes asiatisches Land bestimmt gewesen, wofür eine Handelsgenehmigung erforderlich sei. Die Server seien fälschlich als Elektronikbauteile deklariert und über Malaysia geleitet worden, damit beim Export zum nächsten Ziel keine Beschränkungen griffen. Die Sendung kam mit einem einzigen Luftfrachtbrief an. Ein malaysisches Unternehmen, das die Sendung abgewickelt hat, wurde zur Unterstützung der Ermittlungen vorgeladen. Die Ermittlungen dauern an; der Zoll nannte weder die Chipmarke noch das Herkunftsland oder das Endziel und meldete keine Festnahmen.

Fünf Fälle weisen auf dasselbe mutmaßliche Schmuggelnetzwerk

Der Zoll brachte die Beschlagnahme mit demselben mutmaßlichen Netzwerk in Verbindung: In diesem Jahr gab es mindestens fünf verbundene Fälle im Gesamtwert von über 100 Millionen Ringgit, darunter 72 Server im Wert von rund 13 Millionen US-Dollar, die im Juni am selben Flughafen beschlagnahmt wurden. Die 72 im Juni beschlagnahmten Server waren ähnlich deklariert worden. Nach dem Strategic Trade Act 2010 Malaysias gelten solche Chips als Güter mit doppeltem Verwendungszweck, für deren Weitertransport eine Genehmigung nötig ist; Beamte sagten, sie könnten möglicherweise für die Entwicklung von Militärtechnik genutzt werden.

Malaysia führte 2025 unter Druck der USA Exportkontrollen für moderne KI-Chips aus US-Produktion ein. Diese Beschlagnahme zeigt, dass die Durchsetzung von geschriebenen Regeln zu physischen Kontrollen in Flughafenlagern übergeht. Für die Chip-Lieferkette ist die eigentliche Frage nicht eine einzelne Sendung, sondern ob die Kontrollen an Transitdrehkreuzen dauerhaft so streng bleiben; eine einzige Mitteilung kann das nicht klären.

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