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Google startet Agent Compute Engine: Jeder Agent bekommt seinen eigenen isolierten Rechner

Google startet Agent Compute Engine: Jeder Agent bekommt seinen eigenen isolierten Rechner

KI-Informationen • Admin • • 20 Aufrufe

Google hat am 22. Oktober 2026 im Google Cloud Blog den Agent Compute Engine vorgestellt. Der Dienst ist speziell für KI-Agenten gebaute Compute-Infrastruktur, betreibt bereits Geminis Agentensitzungen und soll in den kommenden Monaten als Vorschau für Unternehmenskunden verfügbar werden. Am selben Tag stellte Google die Kubernetes-Laufzeitumgebung Agent Substrate als Open Source bereit und erweiterte seine Governance-Funktionen für Agenten.

Agenten arbeiten anders und brauchen einen anderen Rechner

Normale Programme laufen und enden. Agenten schreiben Code, führen ihn aus, steuern Browser und rufen Werkzeuge in vielen Runden auf, wobei sie pausieren, während das Modell nachdenkt oder ein Mensch antwortet. Klassische virtuelle Maschinen isolieren stark, brauchen aber Sekunden bis Minuten für Start, Pause und Fortsetzen; Container starten schnell, teilen sich jedoch den Kernel des Hosts, was für nicht vertrauenswürdigen Agentencode riskant ist.

Agent Compute Engine gibt jedem Agenten eine hardwareisolierte microVM: eigener Gast-Kernel, Root-Zugriff, eine hardwareisolierte Hypervisor-Grenze und darunter Googles Titanium-Chip als zusätzliche Schutzschicht. Jede microVM läuft mit kurzlebigen Zugangsdaten und kryptografisch verifizierter Identität, und ihr Arbeitsbereich bleibt sitzungsübergreifend auf einer eigenen Hyperdisk erhalten.

Dichte entsteht durch Pausieren und geteilten Speicher

Kosten sind die zweite Geschichte. Sobald ein Agent in seine Denkphase wechselt, meldet die microVM Leerlauf, und der Host pausiert sie per schnellem Checkpoint, statt eine Maschine leer laufen zu lassen. Agenten aus derselben Vorlage teilen sich Speicher per Copy-on-Write. Das quelloffene Agent Substrate bringt dasselbe Design nach Kubernetes: Google nennt bis zu zehnfache Dichte gegenüber klassischer Compute-Leistung und in einem Test mit 200.000 Agenten 500 Aktivierungen pro Sekunde bei unter 500 Millisekunden für Anhalten und Fortsetzen.

Bei der Governance kommen Token- und Kostenkontrollen im Agent Gateway, richtlinienbasiertes Modell-Routing und Anbindungen an Identitätsanbieter wie Ping Identity und SailPoint hinzu. Die Botschaft: Der Wettbewerb verlagert sich von den Modellen selbst hin zu der Frage, wer Tausende Agenten sicher und günstig betreiben kann.

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