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KI-Briefing, 21. Oktober: NVIDIA dominiert die GTC Berlin, KI stellt über die Hälfte der SpaceX-Erlöse

KI-Briefing, 21. Oktober: NVIDIA dominiert die GTC Berlin, KI stellt über die Hälfte der SpaceX-Erlöse

KI-Pressekonferenz • Admin • • 23 Aufrufe

NVIDIA übernimmt die GTC Berlin – das ist die unvermeidliche Schlagzeile des KI-Briefings vom 21. Oktober: In den vergangenen 24 Stunden hat Jensen Huang in Berlin die in Serie produzierte Vera-Rubin-Plattform, eine in 14 Tagen einsatzbereite KI-Fabrik, die OpenShell-Absicherung für Agenten und einen Referenz-Humanoiden vorgestellt und zugleich offene Modelle, lokale Hardware und die Lieferkette erneuert. SpaceX legte derweil ein drittes Quartal vor, in dem KI mehr als die Hälfte des Umsatzes stellte, und Anthropic soll in sechs Monaten 80,7 Milliarden US-Dollar verloren haben, während Cloud-Anbieter das Unternehmen zunehmend als Rivalen behandeln.

Huangs Berliner Keynote: Vera Rubin in Produktion, KI-Fabriken in 14 Tagen

NVIDIA-Gründer und CEO Jensen Huang hielt am 21. Oktober 2026 die Keynote der GTC Berlin. Die Vera-Rubin-Plattform ist in voller Produktion, und das neue DSX POD packt eine komplette Vera-Rubin-KI-Fabrik in modulare Container; ist die Versorgung am Standort bereit, schrumpft die Installation von sechs Monaten auf 14 Tage. Für Agentensicherheit umgibt die OpenShell-Referenzarchitektur Agenten mit einer Sandbox auf Kernel-Ebene und minimalen Zugriffsrechten. Bei der Robotik hat der Referenz-Humanoide Agile ONE SN 31 Freiheitsgrade, wird für das kommende Jahr erwartet und soll die Einrichtungszeit von Forschern von Wochen auf Tage drücken. NVIDIA bezifferte zudem seine Zusagen in Europa auf knapp 10 Milliarden US-Dollar und die Zahl der Partner auf über 12.000.

Offene Modellfamilie wächst: von Sprache bis Proteine und Quanten

Am 21. Oktober 2026 erweiterte NVIDIA seine Familie offener Modelle: Nemotron 3.5 Super VL und Bolt für Sprache, Nemotron Retriever für Suche, Kumo für strukturierte Daten, die Weltmodelle Cosmos 3.5, Alpamayo 2 Edge für Schlussfolgern im Fahrzeug, BioNeMo RFD4-Proteina für Proteindesign, entwickelt mit dem Baker Lab der University of Washington und in einem Benchmark mit 200 Aminosäuren rund 13-mal schneller als RFdiffusion3, sowie die Ising-Familie für Quantencomputing. Das gemeinsame Versprechen heißt souveräne Intelligenz: mit eigenen Daten nachtrainieren und auf Infrastruktur betreiben, die man selbst kontrolliert.

Lokale Hardware rundum erneuert: Acht DGX Sparks ergeben 1 TB Speicher

Am 21. Oktober 2026 zeigte NVIDIA seine komplette Produktlinie für lokale KI. RTX-Spark-Laptops zielen auf persönliche Agenten unter Windows, mit 128 GB gemeinsamem Speicher und 1 Petaflop KI-Leistung. Der DGX Spark mit 64 GB wird ab dem 23. Oktober ausgeliefert, und acht Geräte im Verbund stellen 1 TB gemeinsamen Speicher für Modelle der Frontier-Klasse bereit. Die DGX Station bietet 748 GB kohärenten Speicher und bis zu 20 Petaflops, die Windows-Version folgt im Dezember. Neu ist auch Recursive Flint, ein lokales Coding-Modell mit 40 Milliarden MoE-Parametern, davon 2,5 Milliarden aktiv, mit über 220 Token pro Sekunde auf RTX Spark und offenen Gewichten unter Apache 2.0. Neben dem Wettrennen um Cloud-Kapazität beschleunigt auch die Desktop-Linie.

Sechs Lieferkettenpartner bauen aus: Substrate in drei Jahren 2,5-mal mehr

Am 21. Oktober 2026 kündigte NVIDIA mit Amkor, IBIDEN, KYEC, Samsung Electro-Mechanics, SPIL und Unimicron einen Kapazitätsausbau an: Die Substratkapazität steigt in drei Jahren auf das 2,5-Fache, Amkors Advanced-Packaging-Kapazität wächst bis Ende 2028 um mehr als 300 Prozent, KYEC erhielt von NVIDIA eine Vorauszahlung von 1,1 Milliarden US-Dollar zur Kapazitätsreservierung für neue US-Testanlagen mit Hochvolumenproduktion ab April 2027, SPIL peilt bis Mitte 2027 das 15-Fache bei Optical Engines an, und die gesamte Testkapazität verdoppelt sich von 2026 auf 2027. Huang sagte es unverblümt: Die Nachfrage ist außergewöhnlich, der Engpass ist die Kapazität.

Europas Autobauer sammeln sich auf Hyperion, Telekomnetze werden KI-Plattformen

Am 21. Oktober 2026 teilte NVIDIA mit, dass Bolt (mit Lucid), Mercedes-Benz, Volkswagen Commercial Vehicles und Einride Anwendungsfälle für Level-3- und Level-4-Fahrzeuge sowie Robotaxi-Flotten auf der Hyperion-Plattform zeigen und Volvo Cars Hyperion zusammen mit dem Alpamayo-Software-Stack übernimmt. Am selben Tag kündigten NVIDIA, Nokia und führende Telekom-Betreiber an, Netze in verteilte Intelligenzplattformen zu verwandeln, mit beschleunigtem Rechnen in Rechenzentren, Metro-Standorten und Basisstationen; im Netz von T-Mobile sei mit Nokia bereits das erste kommerzielle Telefonat gelaufen. Autos und Basisstationen werden zum selben Geschäft: die Rechenbasis zu verkaufen.

SpaceX im dritten Quartal: 7,5 Mrd. US-Dollar KI-Umsatz sind 52 Prozent des Ganzen

Eine von SpaceX am 20. Oktober 2026 eingereichte Pflichtmitteilung zeigt für das dritte Quartal 14,6 Milliarden US-Dollar Umsatz und 4,4 Milliarden US-Dollar Nettogewinn, nach 1 Milliarde Verlust im Vorjahreszeitraum. Die umbenannte Sparte Super Intelligence steuerte 7,5 Milliarden bei, aus dem übernommenen Cursor, Grok und dem Leasing von Rechenleistung, das inzwischen 1,7 GW umfasst; KI steht nun für 52 Prozent des Konzernumsatzes. Der Preis ist ungebremster Investitionshunger: 19,6 Milliarden US-Dollar im dritten Quartal, für das vierte werden 35 bis 40 Milliarden veranschlagt. Das lukrativste Geschäft der Raketenfirma ist inzwischen der Verkauf von Rechenleistung.

Anthropics Börsenentwurf sickert durch: 80,7 Mrd. Verlust im Halbjahr, Clouds werden Rivalen

Wie TechCrunch am 20. Oktober 2026 berichtete, zeigt ein dem Wall Street Journal zugespielter Entwurf der Börsenunterlagen für Anthropic 16,3 Milliarden US-Dollar Umsatz und 80,7 Milliarden Nettoverlust im ersten Halbjahr, mögliche künftige Cloud-Ausgaben von über 750 Milliarden, allein 16,8 Milliarden Umsatz im dritten Quartal und einen angestrebten Börsengang im November. Das Problem ist Kapazität: AWS, Google und Microsoft sehen den Claude-Entwickler immer mehr als Wettbewerber denn als Kunden, und Anthropic mietet eigene Rechenzentren und arbeitet mit Drittbetreibern, um die Lücke zu schließen. Je schneller der Umsatz wächst, desto größer wird die Rechenrechnung, die vorab gebunden werden muss.

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