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SpaceX-Zahlen: KI-Geschäft macht 52 % des Umsatzes, Raketenfirma verdient zuerst mit Rechenleistung

SpaceX-Zahlen: KI-Geschäft macht 52 % des Umsatzes, Raketenfirma verdient zuerst mit Rechenleistung

KI-Informationen • Admin • • 14 Aufrufe

SpaceX legte am 20. Oktober 2026 in seiner behördlichen Einreichung und der Telefonkonferenz zum dritten Quartal eine veränderte Bilanz vor: Der Quartalsumsatz erreichte 14,6 Milliarden US-Dollar, davon steuerte die umbenannte Sparte „Super Intelligence“ 7,5 Milliarden bei, rund 52 Prozent des Gesamtumsatzes. Der Nettogewinn lag bei 4,4 Milliarden Dollar, nach einem Verlust von 1 Milliarde im Vorjahresquartal. Ein Unternehmen, das mit Raketen und Satelliten groß wurde, verdient sein Geld nun rechnerisch vor allem mit KI.

Woher die 7,5 Milliarden kommen

Die Sparte bündelt drei Dinge: das kürzlich übernommene Programmierwerkzeug Cursor, den Chatbot Grok und das am schnellsten wachsende Geschäft, eine Neocloud mit inzwischen 1,7 GW Rechenleistung. Das KI-Geschäft erzielte 431 Millionen Dollar Gewinn, und das nach Abzug von 1,2 Milliarden Dollar einmaliger aktienbasierter Vergütung im Zusammenhang mit der Cursor-Übernahme. Rund 1 Milliarde Dollar Umsatz stammt aus der Erholung des Bitcoin-Kurses und ähnlichen Posten außerhalb des Kerngeschäfts; auch ohne sie bleibt das operative Wachstum bestehen. Das Altgeschäft ist nicht eingebrochen: Starlink wuchs auf 13,6 Millionen Kunden, doch die Wachstumsstory ist die Rechenleistung. Wir hatten zuvor über Anthropics Mietvertrag für SpaceX-GPUs berichtet; was damals wie ein Nebengeschäft wirkte, ist heute die Überschrift des Quartalsberichts.

Gewinnquartal bei 19,6 Milliarden Dollar Investitionen

Die andere Seite ist die Ausgabenrate. Die Investitionen lagen im Quartal bei 19,6 Milliarden Dollar, für das zweite Rechenzentrum Colossus II, Starship und neue Starlink-Satelliten; für das vierte Quartal stellte das Management 35 bis 40 Milliarden Dollar in Aussicht. Elon Musk sagte, er verbringe vier Tage pro Woche in Memphis, um Colossus II ans Netz zu bringen, und der Engpass seien Strom, Kühlung und Infrastruktur, nicht Chips. Der Punkt für Leser: Im Wettbewerb um KI-Rechenleistung zählt nicht mehr, wie viele Beschleuniger man kaufen kann, sondern wie schnell man Strom, Kühlung und Gebäude gemeinsam liefern kann.

Prognosen und Fakten trennen

In der Telefonkonferenz stellte Musk in Aussicht, der jährlich wiederkehrende Umsatz könne bis Ende 2027 zwischen 500 Milliarden und 1 Billion Dollar liegen. Belegt ist das durch keine Verträge; es bleibt eine Managementaussage. Die überprüfbare Prognose ist enger: 33 bis 37 Milliarden Dollar Umsatz im ersten Quartal 2027, so der Finanzchef. Zu beachten ist auch: In den ersten neun Monaten des Jahres steht SpaceX noch mit 413 Millionen Dollar Nettoverlust da, ein Gewinnquartal ist kein Gewinnjahr. Die Einreichung stützt nur einen Schluss: Die KI ist bei SpaceX vom Nebengeschäft zum Hauptgeschäft geworden, und ob sie profitabel bleibt, hängt davon ab, wie schnell sich die Investitionen amortisieren.

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