ToolNavs KI-Tools entdecken
Tool einreichen Anmelden
Zurück zu KI-Informationen
Anthropic verhandelt über zweiten 45-Milliarden-Deal: Nscales zweites Monarch-Gebäude

Anthropic verhandelt über zweiten 45-Milliarden-Deal: Nscales zweites Monarch-Gebäude

KI-Informationen • Admin • • 10 Aufrufe

Anthropic und Nscale verhandeln über einen zweiten Rechenleistungsdeal im Volumen von rund 45 Milliarden US-Dollar: Reuters meldete am 19. Oktober 2026 unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person, Nscale wolle ein zweites Gebäude seines Monarch-Rechenzentrumscampus in West Virginia an den Claude-Entwickler Anthropic verkaufen, mit rund 460 Megawatt Leistung auf Basis von NVIDIAs Vera-Rubin-Chips; Bloomberg hatte die Gespräche zuerst berichtet. Der Status ist wichtig: Es sind noch Verhandlungen, Details können sich ändern, und Anthropic reagierte nicht auf eine Kommentarbitte. Von einem unterschriebenen Auftrag kann keine Rede sein.

Der erste Deal ist kaum alt, der zweite liegt schon auf dem Tisch

Der erste Deal der beiden in gleicher Größenordnung stammt aus dem August 2026, als Anthropic sich für rund 45 Milliarden US-Dollar Rechenleistung auf dem Monarch-Campus sicherte. Kommt ein zweiter Deal zu ähnlichen Bedingungen zustande, nähern sich Anthropics Zusagen an diesem einen Standort 90 Milliarden US-Dollar, hinzu kommt ein Vorkaufsrecht am erwarteten dritten Gebäude des Campus. Auch Nscale selbst wächst steil: Das vor etwa zweieinhalb Jahren in Großbritannien gegründete Unternehmen steigerte seinen Vertragswert von 100 Millionen auf mehr als 103 Milliarden US-Dollar, und laut Prospekt sollen Microsoft und Anthropic künftig seine Hauptkunden sein. Diese Seite berichtete bereits über Microsofts Ausstieg aus einem Nscale-Projekt in Essex. Dass ein und derselbe Anbieter einen Ankerkunden verliert, während ein anderer aufstockt, ist im Rechenleistungsmarkt inzwischen Normalität.

Warum der Markt diesmal nicht einfach applaudierte

Anders als vor wenigen Monaten fiel die erste Reaktion der Investoren verhalten aus. Nscale treibt einen Börsengang voran, stößt mit seiner anvisierten Bewertung von 30 Milliarden US-Dollar aber auf Widerstand; Bloomberg berichtete zudem, eine Gruppe von Investoren habe Anthropic gedrängt, sein eigenes Bewertungsziel für den Börsengang zu senken. Auslöser war der Kurseinbruch von CoreWeave in der Vorwoche wegen seiner Schuldenlast von rund 50 Milliarden US-Dollar, der KI-Aktien weltweit mitriss. Der Markt trennt inzwischen zwischen der Menge unterschriebener Rechenleistung und der Frage, ob diese Verträge Gewinn abwerfen. Auch Microsofts Grund für den Abschied von Nscales Vorzeigeprojekt war konkret: Verzögerungen beim Stromanschluss schoben die Lieferung in die 2030er Jahre. Was solche Deals bremst, ist selten die Nachfrage, sondern Strom, Umspannwerke und die Warteschlange am Netz.

Die Rechnung landet bei Strompreis und Auslastung

Anthropics Logik, sich weitere Kapazität zu sichern, leuchtet ein: An der Spitze wird der Wettbewerb zum Rennen darum, wer Megawatt besitzt, die auch rechtzeitig ans Netz gehen, und OpenAIs Eile bei einer 30-Milliarden-Finanzierung ist dasselbe Spiel in anderer Form. Doch 460 Megawatt entsprechen ungefähr dem Verbrauch einer mittleren Stadt. Verzögert sich das zweite Gebäude, hinkt die Vera-Rubin-Lieferung hinterher oder wächst Anthropics Umsatz nicht schnell genug für die Mietkurve, kippt eine 90-Milliarden-Zusage von der Burggraben- zur Fixkostenseite. Bis zu einer offiziellen Ankündigung liest sich diese Verhandlungsrunde am besten als Messlatte dafür, wie viel Zukunftserzählung der KI-Infrastruktur die Kapitalmärkte noch zu finanzieren bereit sind.

Empfohlene Tools

Mehr