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Nous Research schließt 90-Millionen-Dollar-Runde ab: Open-Source-Agent Hermes soll in Unternehmen

Nous Research schließt 90-Millionen-Dollar-Runde ab: Open-Source-Agent Hermes soll in Unternehmen

KI-Informationen • Admin • • 7 Aufrufe

Der Open-Source-Agent Hermes von Nous Research hat eine Finanzierung erhalten, die seine Spielweise verändert. Am 7. Oktober 2026 gab Nous Research eine Serie-B-Runde über 90 Millionen Dollar bekannt; das Wall Street Journal bezifferte die Bewertung auf 1,5 Milliarden Dollar. Angeführt wird die Runde von Robot Ventures, zu den vom Unternehmen genannten Investoren zählen Nvidia, Microsofts M12, Samsung Next, Union Square Ventures, Y Combinator und Menlo Ventures. Zuvor hatte Nous rund 70 Millionen Dollar eingeworben, sodass die Gesamtsumme bei etwa 160 Millionen Dollar liegt.

Was diese Bewertung trägt

Hermes ist kein Modell, sondern ein Open-Source-Agent: Er kann im Web surfen, Dateien bearbeiten und Code schreiben, besitzt ein dauerhaftes Gedächtnis und kann aus der Nutzung wiederverwendbare Fähigkeiten aufbauen. Er läuft auf dem eigenen Rechner oder Server der Nutzer, zugleich bietet Nous über Nous Portal gehosteten Modellzugang, Werkzeuge und Cloud-Hosting an. Laut Journal wurde Hermes seit dem Start im Februar mehr als 22,7 Millionen Mal heruntergeladen. Für Investoren liegt der Reiz nicht in einem einzelnen Update, sondern in der bereits aufgebauten Verbreitung: Wenn genug Entwickler einen Open-Source-Agenten zunächst privat einsetzen, müssen Unternehmenseinkäufer später nicht nur mit Verkaufsargumenten rechnen, sondern mit Gewohnheiten, die ihre eigenen Mitarbeiter längst angenommen haben.

Die Software ist gratis – was verkauft die Firmenversion

Genau das ist die These, die diese Runde beweisen muss. Hermes selbst ist quelloffen und selbst zu hosten, Unternehmen werden also nicht für denselben Code bezahlen. Verkaufen lässt sich, was um den Code herum liegt: Einführung in Unternehmen, Sicherheit und Verwaltung in privaten Umgebungen, Berechtigungen und Betrieb auf Teamebene sowie Hosting für alle, die keine eigenen Server betreiben wollen. Das Geld soll in den Ausbau von Hermes für Geschäftskunden und in eine mobile App fließen. Das Management erwartet, dass der auf das Jahr hochgerechnete Umsatz von rund 36 Millionen Dollar Mitte September bis Jahresende auf über 100 Millionen Dollar steigen kann. Das ist eine Prognose des Unternehmens, kein erzieltes Ergebnis – ob sie eintrifft, hängt an tatsächlichen Firmenabschlüssen.

Was das für Teams bedeutet, die noch abwarten

Für Teams, die einen Agenten auswählen, liegt der Wert des Hermes-Weges in der Kontrolle: selbst zu hosten, Code prüfen zu können und Gedächtnis wie Fähigkeiten in der eigenen Hand zu behalten, statt der Abo-Politik eines einzelnen Anbieters ausgeliefert zu sein. Die Kehrseiten sind ebenso klar: Selbst-Hosting bedeutet, dass Einführung, Sicherheit und Störungen beim eigenen Team liegen, die Verwaltungsfunktionen für Unternehmen sind noch im Aufbau, und die mobile App ist noch nicht erschienen. Die solidere Prüfung ist, Hermes einige Wochen im echten Arbeitsablauf laufen zu lassen und Fähigkeitsaufbau und Stabilität zu beobachten, statt sich an Downloadzahlen und Bewertung zu orientieren. Nous ist derzeit der vorderste Prüfstein dafür, ob ein Open-Source-Agent zu einem großen Geschäft wachsen kann – und die 90 Millionen Dollar kaufen die Zeit, das herauszufinden.

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