Im November 2025 gab OpenAI auf seiner offiziellen Website eine Erklärung ab, in der es die Anfrage der New York Times zur Sammlung von Beweisen in der Urheberrechtsklage als "Überschreitung der Grenze" bezeichnete und sagte, dass die andere Partei etwa 20 Millionen ChatGPT-Nutzergespräche erhalten wollte, um herauszufinden, ob die Nutzer das Modell verwendet haben, um die Paywall der New York Times zu umgehen und den Inhalt des Berichts zu kopieren. OpenAI betonte, dass diese Chats hochsensible Inhalte wie Passwörter, Zahlungsinformationen, Gesundheitsprobleme und emotionale Belastungen enthalten und dass jede groß angelegte Weitergabe an ein externes Anwaltsteam im Widerspruch zum Engagement der Plattform für die Privatsphäre der Nutzer steht, so dass das Unternehmen sein Möglichstes tun wird, um diese Anfrage vor Gericht zu blockieren.
Der Streit geht auf eine Urheberrechtsklage zurück, die Ende 2023 von der New York Times eingereicht wurde, in der es um Kernvorwürfe geht, dass OpenAI und Microsoft Times-Inhalte ausgenutzt haben, um Modelle ohne Genehmigung zu trainieren, was zu einigen Ausgaben führte, die dem Original sehr ähnlich sind. Im Laufe des Prozesses verlagerte sich der Fokus allmählich von der Frage, ob die Trainingsdaten legal waren, auf die Frage, "wie und in welchem Umfang die Beweise erlangt werden können". Einige Gerichte haben entschieden, dass ein eingeschränkter Zugang zu einigen der Gesprächsprotokolle zur Beweiserhebung unter strengen Vertraulichkeitsanordnungen und Anonymisierungsmaßnahmen diskutiert werden kann, und die New York Times behauptet, dass sie diese Daten nicht zur Identifizierung bestimmter Benutzer verwenden wird. OpenAI betonte, dass selbst wenn Namen und Konten entfernt werden, der Inhalt selbst ausreichen kann, um die persönliche Identität und Privatsphäre preiszugeben, und forderte das Gericht auf, bei der Abwägung von Urheberrechtsansprüchen und der Sicherheit der Nutzerdaten zurückhaltender zu sein.
In diesem Zusammenhang hat OpenAI in der Vergangenheit umfassendere Sicherungsanordnungen erhalten, die verpflichtet waren, die Löschung relevanter Chat-Aufzeichnungen wie gewohnt auszusetzen und zentral aufzubewahren, und dann reduzierte das Unternehmen durch Einsprüche und Verhandlungen seine Verpflichtung zur gesetzlichen Aufbewahrung von Daten für einen bestimmten Zeitraum und versprach, sie nicht für Schulungen oder Produktverbesserungen zu verwenden. In Zukunft wird die Art und Weise, wie das Gericht den Umfang der Offenlegung von Chat-Aufzeichnungen abgrenzt, nicht nur den Ausgang dieses Falles beeinflussen, sondern auch eine Demonstrationsgrenze dafür bieten, wie der gesamte KI-Dienst der Plattform die Vorratsspeicherung, den Schutz der Privatsphäre und die Sammlung von Beweisen für Rechtsstreitigkeiten abwägt.
FAQsF
: Warum bittet die New York Times OpenAI um 20 Millionen Chat-Protokolle?
A: Die New York Times möchte in diesen ChatGPT-Gesprächen Beweise dafür finden, dass Nutzer das Modell verwendet haben, um die bezahlten Inhalte der Times wiederherzustellen oder zu rekonstruieren, und damit ihre Behauptung untermauern, dass "das Modell urheberrechtlich geschützte Werke in großer Zahl reproduziert", was eine Strategie zur Entdeckung von Beweisen in Urheberrechtsstreitigkeiten ist.
F: Welche Risiken schätzt OpenAI bei dieser forensischen Anfrage ein?
A: OpenAI ist der Ansicht, dass, selbst wenn die Kontoinformationen und der Name gelöscht werden, der Chat-Inhalt selbst Details wie Krankheit, Arbeit, Familie, Finanzen usw. enthält, was ausreicht, um die Parteien indirekt zu identifizieren, und die groß angelegte Weitergabe dieser Daten an die gegnerische Rechtsabteilung ernsthafte Risiken für die Privatsphäre darstellen wird, daher nennt es dies einen "Eingriff" in die Privatsphäre der Nutzer.
F: Wie ist die derzeitige Haltung des Gerichts zu Chat-Aufzeichnungen?
A: Einerseits erließ das Gericht eine Beweissicherungsanordnung, die OpenAI verpflichtete, die Löschung relevanter Protokolle auszusetzen, und andererseits erlaubte es in späteren Urteilen nur eine begrenzte Beweiserhebung im Rahmen der Schutzanordnung und unterstützte die New York Times nicht direkt, um alle angeforderten Daten zu erhalten.
F: Werden die ChatGPT-Konversationen normaler Benutzer für eine lange Zeit gespeichert?
A: Die öffentliche Erklärung von OpenAI lautet, dass unter normalen Umständen nach dem Löschen einer Konversation durch einen Benutzer der relevante Inhalt innerhalb eines bestimmten Zeitraums aus dem System entfernt und nicht mehr für das Training verwendet wird. Während der Klage der New York Times war jedoch ein Teil des Zeitraums Gegenstand eines Gerichtsbeschlusses und musste bis zum Ende des Verfahrens in einem legalen Warteschleifensystem aufbewahrt werden. Unternehmen und Benutzer mit Zero-Data-Retention Agreements sind in der Regel nicht von diesem Streit betroffen.
F: Was sind die potenziellen Auswirkungen dieses Falles auf die KI-Branche als Ganzes?
A: Der Ausgang des Falles hängt nicht nur davon ab, ob der Nachrichteninhalt als faire Nutzung von Trainingsdaten angesehen werden kann, sondern beeinflusst auch, wie das Gericht den Beweiswert von Plattform-Chat-Aufzeichnungen in zukünftigen Rechtsstreitigkeiten einschätzt. KI-Unternehmen werden ähnliche Anforderungen berücksichtigen müssen, mit denen sie in Zukunft konfrontiert sein könnten, wenn sie Richtlinien zur Protokollaufbewahrung, Löschmechanismen und Outbound-Delivery-Prozesse entwerfen, was die Branche dazu veranlassen wird, die Grenzen zwischen "Datenminimierung" und "Einhaltung gesetzlicher Vorschriften" neu auszubalancieren.