Am 1. November 2026 hat die Berichterstattung über einen Artikel im Hilfecenter von OpenAI, „Understanding card and device limits in ChatGPT“, die Karten- und Gerätelimits von ChatGPT für kostenpflichtige Konten in den Blick gerückt: Sind zu viele Abonnements mit derselben Zahlungskarte verknüpft, kann ein neuer Kauf scheitern; werden zu viele kostenpflichtige Konten auf einem Gerät genutzt, kann die Warnung „Device limit reached“ erscheinen, und das betreffende Konto lässt sich auf diesem Gerät nicht mehr nutzen. OpenAI hat weder die konkreten Zahlenwerte für die beiden Limits veröffentlicht noch im Artikel ein klares Datum für ihr Inkrafttreten genannt.
Wo die Karten- und Gerätelimits von ChatGPT jeweils greifen
Das Kartenlimit greift an der Kasse: Weist der Bezahlvorgang darauf hin, dass zu viele Abonnements mit derselben Karte oder demselben Gerät verknüpft sind und der Kauf nicht abgeschlossen werden kann, wurde der Kauf durch das Limit blockiert und nicht von der Bank abgelehnt. Das Gerätelimit greift bei der Anmeldung oder bei einer späteren Prüfung danach: Die Warnung kann beim Anmelden erscheinen, oder man wird abgemeldet, nachdem der Kauf durchging und das Konto zunächst funktionierte. Beide Limits gelten für ChatGPT Go, Plus, Pro 100, Pro 200 und Pro 500; kostenlose Konten sowie Business-, Enterprise- und Edu-Arbeitsbereiche zählen nicht mit. Sich von einem Konto abzumelden, garantiert nicht, dass ein anderes kostenpflichtiges Konto nutzbar wird; auch der Kauf von Guthaben oder das Zurücksetzen der Nutzung hebt eine Karten- oder Gerätebeschränkung nicht auf. Wer mehr Nutzung braucht, kann die Guthaben- und Zurücksetzen-Optionen auf einem bereits genutzten Konto prüfen.
Wen die ChatGPT-Limits zuerst treffen: Kontowechsler und gemeinsam genutzte Geräte
Zuerst treffen die Limits Nutzerinnen und Nutzer, die mehrere kostenpflichtige Konten auf einem Gerät abwechselnd verwenden oder sich eine Zahlungskarte mit anderen teilen. The Decoder sieht darin den Versuch, das Stapeln mehrerer günstiger Abonnements zur Aufsummierung von Nutzung zu bremsen und die Betroffenen zu Guthabenkäufen und anderen Wegen der Aufstockung zu lenken; OpenAI selbst spricht von Schutz der Privatsphäre und der Sicherheit. Das Hilfecenter räumt auch Folgewirkungen ein: Teilen sich mehrere Personen bei unterschiedlichen Geräten eine Zahlungskarte, kann dennoch das Limit an der Kasse erreicht werden; auf einem gemeinsam genutzten Haushalts- oder öffentlichen Gerät kann das Gerätelimit auch dann erreicht werden, wenn jede Person ihr eigenes Konto nutzt. Karten- und Gerätelimits sind nicht dasselbe wie Nutzungslimits: Ein Nutzungslimit regelt, wie viel ein bestehendes Abonnement genutzt werden kann, ein Karten- oder Gerätelimit regelt, ob ein neuer Kauf möglich ist und ob ein Konto auf diesem Gerät genutzt werden kann.
Was vor einer Kündigung nach einer ChatGPT-Warnung zu prüfen ist
Nach einer Gerätewarnung sollte man zunächst prüfen, ob die Warnung das eigene Konto zeigt, sich dann mit einem anderen erlaubten eigenen Konto anmelden oder den Support um eine Überprüfung der Beschränkung bitten. Auch eine Kündigung mit Erstattung ist möglich: Bei Abonnements, die über ChatGPT oder Google Play abgerechnet werden, endet der kostenpflichtige Zugang sofort, sobald die Kündigung wirksam wird, und die Erstattung wird angestoßen; über Apple gekaufte Abonnements müssen über Apple gekündigt und erstattet werden. Abonnements, die vor Inkrafttreten dieser Beschränkungen gekauft wurden, können unter eine Ausnahmeregelung für bestehende Abonnements fallen, doch eine Kündigung garantiert nicht, dass man das Abonnement erneut kaufen oder sich erneut anmelden kann. Das unterscheidet sich von der Regelung, nach der ChatGPT- und Codex-Nutzung ab Dezember gemeinsam angerechnet wird: Dort geht es um die Zusammenlegung der Nutzung innerhalb eines Abonnements, hier um eine Zugangsbeschränkung auf Konto- und Geräteebene.