Claude Ultra hat das gleitende Fünf-Stunden-Nutzungslimit abgeschafft. Am 30. Oktober 2026 kündigte Anthropic eine Umbenennung seiner Claude-Abos an: Aus Max 5x wird Max für 100 US-Dollar im Monat, aus Max 20x wird Ultra für 200 US-Dollar im Monat, bei unveränderten Preisen und ohne dass bestehende Abonnenten etwas tun müssen. Die eigentliche Änderung steckt in Ultra: Verifizierte Ultra-Konten unterliegen nicht mehr dem Fünf-Stunden-Limit; die Änderung gilt ab diesem Tag für die meisten bestehenden Abonnenten. Neuere Konten behalten ein vorläufiges Limit, bis sie verifiziert sind, und Anthropic schickt eine E-Mail, sobald es aufgehoben wird.
Zwei verschiedene Obergrenzen müssen auseinandergehalten werden. Nur die Obergrenze innerhalb des Fünf-Stunden-Fensters ist weg; die wöchentliche Obergrenze bleibt unverändert. Ultras wöchentliches Kontingent liegt weiterhin beim Zehnfachen des Pro-Tarifs, und auch bei Max bleiben Fünf-Stunden- und Wochenlimit wie bisher. Nutzer können also in einer einzigen langen Sitzung länger arbeiten, doch die Gesamtmenge pro Woche ist nicht gestiegen. Ultra als unbegrenzte Nutzung zu lesen, würde den Wert des Abos falsch einschätzen; profitieren werden vor allem jene, deren lange Aufgaben — stundenlanges Programmieren, Debugging und mehrstufige Agentenarbeit — immer wieder an der Fünf-Stunden-Marke abbrachen. Die Umbenennung beseitigt auch ein altes Missverständnis: Das 20-fache im alten Namen bezog sich auf die Nutzung innerhalb des Fünf-Stunden-Fensters, während das Wochenlimit schon immer das Zehnfache von Pro war. Die neuen Namen verwenden keinen Multiplikator mehr, sodass der Unterschied zwischen Ultra und Max wieder auf Preis und Fensterregeln zurückfällt.
Für gewöhnliche Abonnenten ist die Änderung mit fast keinem Aufwand verbunden: Weder Name noch Preis ändern sich in einer Weise, die Handeln erfordert, und der Tarifname aktualisiert sich automatisch. Zu beachten ist die Verifizierungshürde — das vorläufige Limit für neue Konten soll Betrug und Weiterverkauf verhindern, und der Zeitpunkt der Aufhebung hängt vom Verifizierungsfortschritt ab, nicht vom gezahlten Betrag. Auch Max-Nutzer sind von dieser Lockerung nicht erfasst, ihr Fünf-Stunden-Fenster bleibt bestehen. Ob sich ein Upgrade auf Ultra lohnt, sollte davon abhängen, ob man regelmäßig mitten in einer Sitzung an das Limit stößt, und nicht einfach von den zusätzlichen 100 US-Dollar im Monat.