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Gesperrte Chats in ChatGPT: PIN stoppt Blicke, nicht die Datenspeicherung

Gesperrte Chats in ChatGPT: PIN stoppt Blicke, nicht die Datenspeicherung

KI-Informationen • Admin • • 17 Aufrufe

ChatGPT hat am 20. Oktober 2026 gesperrte Chats (Locked Chats) eingeführt: Nutzer können sensible Gespräche mit einer vierstelligen PIN sperren und auf unterstützten Mobilgeräten per Face ID oder Touch ID entsperren. OpenAI veröffentlichte die Details im offiziellen Hilfecenter; die Funktion wird ab demselben Tag schrittweise für Free, Go, Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu ausgerollt, nicht jedoch für ChatGPT for Healthcare.

Nach dem Sperren zieht der Chat in einen eigenen Bereich

  • Der Chat wandert in den eigenen Bereich Locked Chats und taucht nicht mehr im normalen Verlauf, in angehefteten Chats oder in Suchergebnissen auf
  • Bei aktivem Gedächtnis führt der gesperrte Bereich ein eigenes, separates Gedächtnis: Neue Informationen nach dem Sperren aktualisieren nur dieses Gedächtnis und sickern nicht in normale Chats
  • Temporäre Chats, archivierte Chats, Gruppenchats, aus einem geteilten Link erstellte Chats sowie Chats mit geplanten Aufgaben oder Meeting-Aufzeichnungen lassen sich nicht sperren
  • Anders als temporäre Chats verschwindet ein gesperrter Chat nicht; mit der PIN lässt er sich jederzeit fortsetzen

Was dieses Schloss nicht verschließt

OpenAI benennt die Grenzen in der Hilfedokumentation klar: Sperren ist keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und schafft keinen separaten verschlüsselten Tresor; es ändert weder die Aufbewahrungsdauer noch das, was sich ChatGPT vor dem Sperren gemerkt hat, noch die Einstellung „Modell für alle verbessern“. Geschützt wird vor einer Person, die Ihr Telefon in der Hand hält oder auf Ihren Bildschirm schaut, etwa wenn Sie das Gerät der Familie zeigen und ein Überraschungsplan oder eine private Beratung nicht geöffnet werden soll. Das steht im Kontrast zum Vorfall der vergangenen Woche, bei dem Freigabelinks von Meta Muse von Suchmaschinen indexiert wurden und 6800 Gespräche Fremden offenstanden: Dort war es ein plattformseitiges öffentliches Leck, hier geht es um Blicke aus nächster Nähe, und unterschiedliche Risiken brauchen unterschiedliche Schlösser.

PIN vergessen heißt alles gelöscht

Die schärfste Kante ist das Zurücksetzen: Wer die PIN zurücksetzt, löscht dauerhaft alle gesperrten Chats, Dateien und zugehörigen Inhalte, und der OpenAI-Support kann sie nicht wiederherstellen. Es gibt keinen Ersatzschlüssel. Bevor Sie Wichtiges sperren, bewahren Sie die PIN an einem verlässlichen Ort auf. Die Faustregel ist einfach: Gegen Blicke aus dem Umfeld taugen gesperrte Chats; wer sich um Speicherung und Nutzung der Daten durch die Plattform sorgt, muss stattdessen die Schalter in den Datenschutzeinstellungen bedienen.

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