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Googles 3,59-GW-Stromdeal steht: Kernkraft-Upgrades liefern ein Viertel, erste Lieferung 2028

Googles 3,59-GW-Stromdeal steht: Kernkraft-Upgrades liefern ein Viertel, erste Lieferung 2028

KI-Informationen • Admin • • 4 Aufrufe

Google hat am 6. Oktober 2026 eine langfristige Strompartnerschaft mit Constellation Energy, dem größten Kernkraftbetreiber der USA, bekannt gegeben: Insgesamt sichert sich Google 3.590 Megawatt, vollständig im PJM-Netz, dem größten Stromnetz der USA. Ein Teil ist ein 20-jähriger Stromabnahmevertrag über 890 Megawatt, die aus Leistungssteigerungen an elf Constellation-Reaktorblöcken stammen sollen; der andere Teil ist ein 15-jähriger Liefervertrag über 2.700 Megawatt. Nach Angaben der Unternehmen ermöglicht der Deal Constellation neue Investitionen von mehr als 4,3 Milliarden US-Dollar.

Die 890 Megawatt kommen nicht aus einem neuen Reaktor

Die viel beachteten 890 Megawatt sind kein Neubau. Sie entstehen durch Uprates: Technik- und Ausrüstungsmodernisierungen an elf bestehenden Blöcken in Illinois, Pennsylvania und New Jersey, die thermische und elektrische Wirkungsgrade erhöhen und so ungefähr die Leistung eines großen Reaktors zusätzlich herauspressen. Nach dem veröffentlichten Zeitplan soll der Strom der ersten aufgerüsteten Anlagen ab 2028 fließen. Constellation rechnet mit rund 7.200 Bauarbeitsplätzen und dem Erhalt von etwa 4.400 bestehenden Stellen. Der separate Liefervertrag über 2.700 Megawatt ist an keine bestimmte Erzeugungsquelle gebunden; er wirkt eher wie eine langfristige Grundbestellung, die Constellations laufender Flotte Einnahmesicherheit gibt.

Das Netz stellte die Bedingung: eigener Strom oder Abschaltung zur Spitzenzeit

Unmittelbarer Hintergrund ist ein Vorschlag des PJM-Managements: Rechenzentrumskunden, die an das 13 Bundesstaaten umfassende Netz angeschlossen werden, sollen entweder eigenen Strom mitbringen oder akzeptieren, dass ihnen zu Spitzenzeiten die Netzversorgung ferngesteuert gekappt wird. Beide Unternehmen sagen ausdrücklich, dieser Vertrag sei die Antwort darauf. In den vergangenen zwei Jahren sind Tech-Konzerne vom Kauf grüner Zertifikate dazu übergegangen, Kraftwerke direkt zu binden: Constellation hat bereits die Wiederinbetriebnahme eines Three-Mile-Island-Blocks für Microsoft vereinbart sowie Kernkraftdeals mit Meta und Amazon geschlossen, und Google selbst arbeitet mit NextEra an der Reaktivierung eines Kernkraftwerks in Iowa. Strom wird in Jahren geliefert, Modelltraining in Quartalen geplant — diese Lücke erzwingt die Käufe Jahre im Voraus.

Der Stromverkäufer kauft auch Googles KI

Eine leicht zu übersehende Klausel: Constellation wird Google Cloud und Gemini Enterprise einsetzen, um eine „AI for Energy“-Blaupause für den Netzbetrieb aufzubauen und Wirtschaftlichkeit wie Resilienz zu verbessern. Google kauft dem Versorger Strom ab und verkauft ihm gleichzeitig Cloud und Modelle zurück — Stromdeals werden zum zweiseitigen Eingang ins KI-Infrastrukturgeschäft.

Branchenweit verschiebt sich die Wettbewerbsachse: Neben Modellwerten und Rechenzentrumszahlen zählt nun, wer sich zuerst Stromverträge auf Jahrzehntsicht sichert. Das kalte Wasser ist der Zeitplan: Die 890 Megawatt fließen erst ab 2028. Der Deal beantwortet die Stromfrage für die Zeit nach 2028, nicht die vierteljährlich wachsende Trainings- und Inferenzlast von heute. Für andere Rechenzentren in der Netzanschluss-Warteschlange ist die Hürde gerade gestiegen.

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